Wie es scheint, wird es nun in Oberösterreich zu einer Kooperation zwischen der ÖVP und der FPÖ kommen. Denn die Verhandlungen zwischen dem schwarzen Langzeitlandeshauptmann Josef Pühringer, der bei der Landtagswahl am 27. September eine Debakel hinnehmen musste, und dem freiheitlichen Landeschef Manfred Haimbuchner, der einen fulminanten Wahlsieg feiern konnte, sollen in der Zielgeraden sein. Für Pühringer sind die Freiheitlichen bekanntlich nicht erste Wahl, lieber wollte er ja wieder mit den Grünen koalieren, doch nach der ÖVP-Absturz geht sich eine weitere schwarz-grüne Zusammenarbeit rechnerisch nicht mehr aus. Letztes Hindernis für eine Einigung auf eine schwarz-blaue Kooperation ist der vierte Sitz in der Landesregierung, den die ÖVP unbedingt haben will.

Wenn es zu einer Zusammenarbeit mit der ÖVP kommen sollte, haben die FPÖ und Haimbuchner die Möglichkeit, noch stärker als bisher zu beweisen, dass die Freiheitlichen regierungsfähig sind. Denn bereits während der letzten Legislaturperiode führte Haimbuchner als für Wohnbau und Naturschutz zuständiger Landesrat sein Ressort mustergültig und brachte neuen Schwung ins Land ob der Enns.

 

Text: A. M.
Bild: FPÖ OÖ