Schweden hat seine rot-grüne Regierung abgewählt. Selbst unter Zuhilfenahme der Linkssozialisten käme Regierungschef Stefan Löfven nur auf gut 39 Prozent Stimmenanteil – zu wenig, um zu regieren und die ruinöse Migrantenpolitik fortzusetzen. Der „Bürgerblock“, der von der „Moderaten“ Partei angeführt wird, kommt nur auf gut 39 Prozent. Die Hoffung, den künftigen Regierungschef stellen zu können, wäre nur erfüllbar bei einer Zusammenarbeit mit den rechten „Schwedendemokraten“. Die kamen auf gut 19 Prozent.

Regierungschef Löfven halfen da auch keine Pöbeleien mehr, um einen Wahlerfolg der Schwedendemokraten zu verhindern. „Bei dieser Wahl geht es um Anstand.“ Die Schwedendemokraten beschimpfte er als eine „rassistische Partei“. „Bei dieser Wahl geht es um Anstand.“ Anstand? In den letzten Jahren war es zu schweren Übergriffen von moslemischen Migranten gegen einheimische Schweden gekommen. In letzter Sekunde hatte Löfven eine Verschärfung der Ausländergesetze durchgesetzt, was ihm aber nichts mehr nutzte. Wie abartig die politische Debattenkultur in Schweden geworden ist, zeigt ein „Skandal“ um den Auftritt von Jimmie Åkesson beim Staatsfunk SVT: "Warum ist es für diese Menschen so schwer, einen Job zu bekommen? Nun, weil sie nicht schwedisch sind, passen sie nicht nach Schweden, und es ist dann klar, dass es schwer ist, einen Job zu bekommen." Diese Selbstverständlichkeit war im politisch korrekten Schweden skandalträchtig und wurde von den Konkurrenten als Beweis der rassistischen Gesinnung der Schwedendemokraten herangezogen.

Die Schweden trieb auch der Forbestand des Sozialstaates um, den viele inzwischen bei den Schwedendemokraten besser aufgehoben finden. Åkesson: "Betrachtet man unsere Politik, so liegen wir recht deutlich in der Mitte. Was unsere Werte angeht, stehen wir etwas mehr rechts, und was Fragen der Umverteilung und Wohlfahrt angeht, so stehen wir eher links der Mitte." Eine Regierungsbildung des Bürgerblocks wäre nach dänischem Vorbild möglich. Fraglich ist, ob diese Parteien dazu in der Lage sind, nachdem sie so viel Schmutz über den Schwedendemokraten ausgekippt hatten.

[Text: A. SCH.; Bild: Wikipedia/Janwikifoto; Lizenz: CC BY-SA 1.0]