Schweden verlängert nach Zustimmung der EU-Kommission die Kontrollen an der Grenze zu Dänemark bis Mai. Grund für diese Maßnahme ist die anhaltende, unter dem Deckmantel des Asylwesens stattfindende Masseneinwanderung nach Europa. „Die Lage ist weiterhin unklar, deshalb werden wir die Kontrollen verlängern“, wird der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven von Medien zitiert.

Indirekt übt der sozialdemokratische Regierungschef auch Kritik an der unverantwortlichen „Wir schaffen das“-Politik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ein Grund (für die Verlängerung der Grenzkontrollen) ist, dass wir viele nicht registrierte Leute in Deutschland haben.“ Mit anderen Worten: Die Masseneinwanderung, die durch Merkel maßgeblich gefördert wurde, ist nicht nur für die Bundesrepublik ein Sicherheitsrisiko, sondern auch für andere europäische Staaten. An anderer Grund für die Verlängerung der Grenzkontrollen ist Löfven zufolge die Lage entlang der Mittelmeerroute, zumal hier ein Anstieg der illegalen Reisen nach Europa zu verzeichnen ist.

Schweden begann im November 2015, alle Einreisenden zu kontrollieren. Reisende, die eine Fahrkarte für einen Zug, eine Fähre oder einen Bus nach Schweden buchen, müssen ihren Reisepass oder Personalausweis vorweisen. Zuvor war das skandinavische Land eines der Hauptziele von Einwanderern, die sich als Asylwerber ausgaben. Im Jahr 2015 wurden in Schweden rund 163.000 Asylanträge gestellt. Für 2016 liegen noch keine Zahlen vor, aber es ist davon auszugehen, dass nicht zuletzt wegen der Grenzkontrollen die Zahl der Asylanträge deutlich niedriger ist.

 

[Text: B. T.; Bild: Skogsfrun/wikimedia.org]