Die Schweiz ist von der Masseneinwanderung aus dem arabischen Raum nur wenig betroffen. Einen wichtigen Grund dafür zeigte gestern das Magazin „10 vor 10“ des öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehens auf: Asylanten werden zur Kasse geben, sie müssen einen Beitrag zu den Kosten leisten, welche sie den eidgenössischen Steuerzahlern verursachen. Dazu sind sie laut Asylgesetz verpflichtet.

Das beginnt bereits bei der Einreise. Geld und Wertsachen von mehr als 1.000 Schweizer Franken (rund 915 Euro) werden abgenommen. In dem Beitrag war ein Syrer zu sehen, der mit rund 2.400 Franken in die Schweiz einreiste. Behalten durfte er aber nur 1.007,55 Franken, für den Rest stellten ihn die Grenzpolizisten ordnungsgemäß eine Quittung aus. Zu sehen war auch ein Afghane, der schilderte, dass er Ringe abgeben musste. Wer die Schweiz binnen sieben Monaten wieder verlässt bekommt Geld bzw. Wertsachen wieder zurück. Wie eine Sprecherin des Migrationsamtes sagte, sei die Beschlagnahme notwendig, damit „die Asylsuchenden einen Beitrag leisten für die Kosten, die sie hier verursachen.“ Im Vorjahr wurde nur allerdings 112 Personen Geld oder Wertgegenstände abgenommen.

Aber auch wer mittellos als Flüchtling in die Schweiz kommt wird zur Kasse gebeten. Wer innerhalb der nächsten zehn Jahre zu arbeiten beginnt, dem werden bis zu zehn Prozent des Lohnes einbehalten – und zwar so lange, bis ein Betrag von 15.000 Franken erreicht ist. Damit sollen die Kosten, die durch das Asylverfahren und Verpflegung und Unterbringung eines Asylanten entstanden sind, abgegolten werden.

 

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot www.srf.ch]