Nachdem die Balkanroute geschlossen wurde und Österreich erste Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Masseneinwanderung unternimmt, werden nun in der Schweiz Befürchtungen laut, die Eidgenossenschaft könnte von Eindringlingen aus dem Orient überrannt werden. In diesem Sinne äußerte sich Andreas Glarner, der neue Asylsprecher der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) in Zeitungsinterviews. Zudem forderte der Politiker die Gemeinden auf, keine Asylanten mehr aufzunehmen.

Glarner warnte vor einer „Flüchtlingsinvasion“ und ist der Überzeugung, dass die Schweiz ihre grüne Grenze mit einem Stacheldrahtzaun sichern muss. „Die Schweiz muss ihre grüne Grenze mit einem Stacheldrahtzaun abriegeln. Es wird zu einer Flüchtlingsinvasion kommen. Frankreich ist zu, Österreich macht zu, die Balkanroute ist zu. Der einzige Weg nach Europa führt über Italien. Italien ist aber kein Zielland. Die Flüchtlinge kommen in die Schweiz", sagte Glarner gegenüber den Zeitungen „Tages-Anzeiger“ und „Bund“.

Des Weiteren zeigt der SVP-Politiker einen ausgesprochenen Sinn für Realität: „Bei dieser Völkerwanderung muss man sich eingestehen, dass man die Menge an Asylgesuchen nicht bewältigen kann.“ Für Glarner sind die Syrer, die nur zwölf Prozent der Asylanträge stellen, zwar die einzigen Einwanderer, die „wirklich bedroht“ seien, jedoch gibt er auch zu bedenken, dass die Syrer im Grunde genommen in der Schweiz nicht asylberechtigt sind, weil sie „über sichere Drittstaaten zu uns kommen“.

 

[Text: B. T.; Bild: Staff Sergeant Nicholas Phelps/US Air Force/wikimedia.org]