In den deutschen und österreichischen Medien – auch in den öffentlich-rechtlichen – kommen derzeit Überlebende des Terroranschlags von Istanbul in der Silvesternacht, bei dem 39 Menschen ums Leben kamen, zu Wort, um ihre schrecklichen Erlebnisse zu schildern. Und die Zeugen werden als waschechte „Deutsche“ und „Österreicher“ präsentiert, obwohl es sich bei ihnen samt und sonders um Deutsch-Türken oder Austro-Türken handelt.

Bei aller Tragik des Terroranschlags soll also verdrängt werden, dass es sich bei den „Deutschen“ und „Österreichern“ eigentlich um Türken mit deutscher oder österreichischer Staatsbürgerschaft – oder womöglich sogar um deutsch-türkische oder österreichisch-türkische Doppelstaatsbürger – handelt. Die Tatsache, dass die Betreffenden die Feiertage in der Türkei verbrachten und dort in einer Discothek abtanzten, legt auch die Schlussfolgerung nahe, dass eine besondere Verbindung zur alten Heimat besteht und dass die Türkei in ihrem Leben einen höheren Stellenwert hat als Österreich, dessen Staatsangehörige sie sind.

Das wiederum ist ein abermaliger Beweis für das Bestehen von Parallelgesellschaften und Parallelkulturen. Und diese werden von den sogenannten etablierten Medien als selbstverständlich betrachtet, indem deren Angehörige zu „Deutschen“ und „Österreichern“ gemacht werden.

[Text: B.T. Bild: wikipedia.org Mahmet]