Unter dem Titel: „Syrische Flüchtlinge in der Türkei – Ungebetene Gäste? Werden Fotos und Geschichten syrischer Flüchtlinge dargestellte, die angeblich „ aus Sicherheitserwägungen und anderen Gründen nicht als Flüchtlinge“ in der Türkei registriert wurden und daher nur „Gaststatus“ besitzen. Warum die Seite die Flüchtlinge zeigt ist nicht sofort ganz klar, denn auch der folgende erklärende Satz ist wohl nicht der einzige Grund. „Ich habe die Fotos nicht nur gemacht, um die Situation der Flüchtlinge zu dokumentieren, sondern wollte zeigen, dass es nicht die freie Entscheidung dieser Menschen war, aufgrund eines Krieges Gast in der Türkei zu sein“, so der Fotograf Kerem Yücel.“

Die Bildtexte versuchen Mitleid zu erzeugen. Wenn dies auch wie im Fall Cemil eher missglückt ist. „Cemil, 22 hat seine Verlobte im Krieg verloren … ihren Namen kann er vor Trauer nicht aussprechen … er ist jetzt verheiratet und hat ein schon sechs Monate altes Baby“. Gar so groß kann ja dann die Liebe ja wohl doch nicht gewesen sein. Aber bei den folgenden beiden Fällen wird dann offenkundig worum es der Diakonie wohl wirklich geht. „Die 18-jährige angebliche Studentin Fatima deren Vater Bankmanager war wurde in der Türkei bereits zweimal betrogen.“ Und ein „ IT-Experte“ verdient nur fünf türkische Lira am Tag (1,76 €), er aber tut was er kann „um zu überleben“. Hier wird nur auf plumpe Weise versucht Stimmung zu machen um uns weich zu klopfen und um den Umstand zu verschleiern, dass all jene, die in der Türkei sind sich auch in Sicherheit befinden und folglich bei uns keine Flüchtlinge mehr sind. „Nett“ ist auch die Geschichte des Mannes auf dem Bild mit dem Gewehr an der Wand. Erst floh er in die Türkei und dann fiel ihm ein, dass er doch die „große Liebe seines Lebens“ zurück gelassen hatte und holte sie, um in der Türkei ein neues Leben zu beginnen und nicht um etwa abzuwarten bis der Krieg vorbei ist.

Aber auf solche Ideen kommt man bei der Diakonie und Co. natürlich erst gar nicht, immerhin lebt man ja mit seinem Heer an Sozialarbeitern und Betreuern nicht schlecht von der Ware Mensch, die man in Form von zu Flüchtlingen erklärten Einwanderern so gerne aufnimmt.

 

[Text: H. W.; Bild: Screenshot Diakonie]