Die von der EU und den USA betriebene Loslösung des Kosovo zeigt nun die von den betroffenen Serben befürchtete Wirkung. Die zugesicherte Autonomie für die serbische Bevölkerung wurde vom Verfassungsgericht in Pristina ausgesetzt. Man prüfe, ob diese „Verfassungskonform“ wäre. Wie so oft werden Richter zu Politikern und hebeln politisch getroffene Entscheidungen aus. Die angebliche Prüfung der Verfassungsmäßigkeit der Autonomie kam aufgrund des Drucks albanisch- nationalistischer Kreise zustande. Die Serben dürfen sich nun zu Recht betrogen fühlen, denn die Autonomie für ihre Volksgruppe war die wesentlichste Voraussetzung für die weitgehende faktische Akzeptanz des Abkommens.

Dass gerade jetzt der Balkan im Zusammenhang mit der Asylanteninvasion dadurch weiter destabilisiert wird, ist möglicherweise auch kein Zufall. Bedenkt man die Übergriffe von albanischer Seite gegen die Serben in den letzten Jahren, sind üble Folgen zu befürchten. Zu den Schuldigen zählt einmal mehr Brüssel, welches altes serbisches Siedlungsgebiet gegen den Willen der Alteingesessenen zugunsten der albanischen Bevölkerung abgetrennt hat, die durch hohe Geburtenraten die ehemalige Stammbevölkerung zur Minderheit werden ließ.

 

 

Text: H. W.
Bild: Sgt. Brendan Stephens/U.S. Army/wikimedia.org