Bedürfnisse von Triebtätern wichtiger als Opferschutz

Die schwarz–blaue Regierung plant die Straften für Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zu erhöhen. Schon vor zwei Jahren hat es eine diesbezügliche Strafverschärfung gegeben, doch die nach wie vor überaus milden Urteile vieler Richter konnten die Situation bisher kaum verbessern. Daher möchte man jetzt noch einmal nachbessern. Besonders die durch die Grenzöffnung massiv gestiegene Zahl von Vergewaltigungen sorgt bei vielen für Zorn.
Bei einigen Linken führt dieses Vorhaben zu massiven Unmut, denn offenbar möchte man nach wie vor die Sextäter, für die man viel Verständnis zu haben scheint, lieber schonen. So zitiert etwa der „Standard“ diverse „Experten“, die von härteren Strafen so gut wie gar nichts halten. Beispielsweise der an der Uni Innsbruck lehrende Strafrechtler Klaus Schwaighofer findet gerade bei Sexualdelikten Strafverschärfungen besonders wirkungslos, denn „da würden höhere Strafen ebenso wenig helfen wie bei Drogenabhängigen, die man vom Heroin abzuhalten versucht“. Es mag zwar sein, dass eine gewisse „Ficki Ficki“-Klientel derart triebgesteuert ist, dass sie ihre Regungen vielleicht niemals gänzlich im Zaum halten können wird. Gerade in solch einem Fall bleibt der Justiz aber wohl auch nichts anderes übrig, als die entsprechenden Leute einfach konsequent wegzusperren. Dass Gefängnisse auch dazu da sind, die Allgemeinheit vor Kriminellen zu schützen, kommt vielen Juristen heutzutage offenbar gar nicht mehr in den Sinn.
Es stehen seit Langem immer weniger die Bedürfnisse der Opfer und der Zivilgesellschaft im Vordergrund, als vielmehr ein sozialpädagogischer Ansatz, dem zufolge der Abschaum der Gesellschaft verhätschelt und therapiert werden soll.
Derlei Ansichten vertritt scheinbar auch Schwaighofer. Dieser sei laut dem „Standard“ nun „absolut dagegen“, dass die Strafen verschärft werden, denn es könnte sich dadurch „eine Spirale nach oben in Gang“ setzen. Die gesteigerten Strafen würden aber ab einer gewissen Höhe nicht mehr zusätzlich abschrecken.
Hinter dieser Denkweise steht die marxistische Milieuthorie, der zufolge der Mensch an sich keine angeborenen Eigenschaften habe und auch für seine Lebensentscheidungen nicht selber verantwortlich sei. Jede Person werde angeblich ausschließlich durch die Konstellation von Geburt und Erziehung bestimmt und wäre somit quasi von Hause aus gleichermaßen zu allem Guten und Schlechten fähig.
Deshalb sei auch niemand selber schuld an seinen Taten und jeder, auch der übelste Verbrecher, wäre selber nur ein Opfer der Umstände. Deshalb sollen Kriminelle nicht mehr primär bestraft, sondern vielmehr therapiert werden, um sie dadurch wieder zu „reintegrieren“.
In der Praxis führt dies vor allem dazu, dass skrupellose Gewalttäter freie Bahn haben. Sie wissen, dass ihre Taten zu keinen ernstzunehmenden Konsequenzen führen, besonders wenn sie vor Gericht den inoffiziellen Minderjährigen- und Einwandererbonus geltend machen können. Gerade auch wenn Kulturen mit ganz unterschiedlicher Gewaltbereitschaft aufeinander treffen, bzw. wenn religiöse Vorstellungen dazu kommen, welche Gewalt gegen „Ungläubige“ sogar fordern und legitimieren, bleibt der zivilisierte Teil der Bevölkerung über, wenn verantwortungslose Gutmenschenrichter immer und immer wieder nur Bewährungsstrafen und andere therapeutische Streicheleinheiten verhängen. Dieser systematischen Rechtsbeugung muss endlich durch eindeutige Regelungen ein Riegel
vorgeschoben werden.

[Text: G. I. N., Bild: dearteddybear.com, 2017]

16.02.2018, 10:27 von GSvA |