Wer hätte das nur gedacht? Ausgerechnet Papst Franziskus, der Säulenheilige der Progressisten, steht nun also im Kreuzfeuer der Kritik. Seine Reaktion auf Missbrauchsfälle innerhalb der Kirche sei „enttäuschend“ – heißt es einhellig.

Keine Frage: Sexueller Missbrauch ist eine schwere Straftat und ohne Zweifel entsprechend zu ahnden. Missbrauchsfälle gibt es allerdings überall – nicht nur in der Kirche. Man denke etwa an Einrichtungen wie die „Odenwald-Schule“, wo die von Linken bejubelte „Reformpädagogik“ praktiziert wurde. Oder man denke an marxistische Kommunen wie jene des wegen Kindesmissbrauchs verurteilten „Aktionskünstlers“ Otto Muehl, wo die perversesten sexuellen Praktiken in geradezu überschwänglichem Stolz öffentlich zur Schau gestellt wurden. Schwarze Schafe gibt es überall.

Wer aber wirft den deutschen Grünen heute noch ihre Wurzeln vor? Wer wirft ihnen jenen pädophilen Bodensatz vor, dem nahezu alle „alternativen“ Bewegungen in den 70ern entwachsen waren? Wer wirft den Grünen noch jenen Herrn vor, der damals unverblümt bekannte: „Die Sexualität eines Kindes ist etwas Fantastisches. Man muss aufrichtig sein, seriös, mit den ganz Kleinen ist es etwas anderes, aber wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt, sie auszuziehen: Es ist großartig, weil es ein Spiel ist. Ein wahnsinnig erotisches Spiel.“ Kein böser Pater aus dem Jesuitenkloster – Daniel Cohn-Bendit soll das gesagt haben! Jener Herr, der heute zu Podien gebeten und mit Orden umhängt wird.

Also, bitte! Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!

[Text: A.L.; Bild: www.wikipedia.org; Lizenz: CC BY 2.0]