Auf ein für Europa gewaltiges Sicherheitsrisiko macht der niederländische Journalist Harald Doornbos aufmerksam. Auf Twitter berichtete der derzeit in Syrien tätige Journalist des „Nieuwe Revu“-Magazins, dass er um 825 US-Dollar einen gefälschten syrischen Reisepass und einen Personalausweis erworben hat. Die Bestellung der gefälschten Dokumente, die eine „gute Qualität“ haben, sei telefonisch und die Lieferung an ihn innerhalb von 40 Stunden erfolgt. Doornbos sei auch gesagt worden, er könne mit den Dokumenten ins EU-Mitglied Zypern reisen. Ausgestellt wurden falscher Pass und Personalausweis auf den Namen „Malek Ramadan“, und versehen sind sie mit einem Bild des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte.

Der Journalist ist davon überzeugt, dass es auch für Dschihadisten und IS-Kämpfer einfach ist, mit gefälschten Dokumenten in die EU zu gelangen: „Wenn wir in der Lage sind, einen gefälschten syrischen Reisepass zu kaufen, dann können es auch syrische Kämpfer und Dschihadisten. Dann ist es für sie relativ einfach, unbemerkt in die EU zu gelangen und Terroranschläge auszuüben.“

Die „Nieuwe Revu“ schreibt, in Griechenland zeigte Doornbos den Behörden seinen falschen syrischen Reisepass. Und das Blatt schreibt weiter: „Obwohl der Pass eine Fälschung ist, mit einem falschen Namen, hatten die Griechen keine Ahnung, ob sie es mit einem syrischen Flüchtling oder mit einem Mitglied des IS oder von Al Kaida zu tun hatten.“ Abschließend weist die „Nieuwe Revu“ darauf hin, dass es dann einfach ist, von Griechenland aus über Mazedonien und Serbien illegal nach Ungarn und dann „ohne Kontrolle in andere Schengen-Länder“ zu reisen.

 

B. T.

 

(Bild: twitter.com/HaraldDoornbos)