Alle Versuche der meist übelwollenden Journalisten bei seinen Medienauftritten Norbert Hofer aufs Glatteis zu führen und ihn „anzupatzen“ sind glatt an diesem abgeprallt. Seine herzerfrischend offene Art siegte spielend über noch so sorgfältig aufgebaute Fallen und vorbereitete Fettnäpfchen. Etwas was wir von unseren Politikern absolut nicht gewohnt sind, die sich bei unangenehmen Fragen möglichst um konkrete Antworten herumdrücken. Daher wird er auch als die bei weitem beste Wahl für das höchste Amt im Staat gesehen.

Zu Recht, Hofer hat nicht nur durch seine Ehrlichkeit und Offenheit überzeugt, sondern auch durch seine Prinzipientreue. Er war, wie es so schön heißt „stets verbindlich im Ton, aber hart in der Sache“. Ein Versprechen für die Hofburg. Auch dort brauchen wir endlich einen Mann mit Rückgrat. Nicht einen, der wie Kreisky es sagte, „stets auf die Toilette ging, wenn es eng wurde“.

Die Geradlinigkeit Hofers fand ihr Gegenstück in der Täuschungsabsicht Van der Bellens.

Es begann damit, dass der langjährige Grünenchef plötzlich sein Bekenntnis änderte und sich als unabhängig darstellen wollte. Hauptsächlich wohl weil er meinte, damit die staatszerstörende „Flüchtlingspolitik“ seiner Partei ablegen zu können. Es fand seine Fortsetzung in dem nun schon lachhaft wirkenden Versuch sich plötzlich als heimatbewusst darzustellen. Er, der stets für Äußerungen gegen „allzu patriotische Positionen“ und die weitgehende Abschaffung der Nationalstaaten eingetreten ist, wollte nun den Eindruck erwecken, dass ihm die Interessen der Österreicher wichtiger seien als sein stets lauthals geforderter EU-Bundesstaat.

Den Höhepunkt an populistischer Schleimerei lieferte er aber noch am Wahltag. Als schon feststand, dass er Zweiter würde, erklärte er noch scheinheilig er würde Frau Griss in der Stichwahl unterstützen.Nun, die Wähler haben ihn, der mit über 36 Prozent in den Umfragen gestartet war und dann schließlich bei 21 Prozent gelandet ist, abgestraft. Und sie werden es auch in der Stichwahl tun.

 

[Text: W. T.; Bild: FPÖ]