Unser, über Jahrzehnte erarbeiteter Wohlstand schwindet immer mehr. Schuld daran ist aber nicht nur die Wirtschaftskrise und zahlreiche andere Mieseren, sondern auch der immer weniger werdende Nachwuchs. So liegt die Geburtenrate in Österreich gerade mal bei 1,44 Lebendgeburten pro Frau (Stand 2012) – und ohne Nachwuchs auch kein Wirtschaftswachstum und kein wachsender Wohlstand.

Nun gibt es zahllose Varianten die „Gebärfreudigkeit“ zu steigern, in Österreich wird vor allem auf monetäre Anreize gesetzt, also Steuererleichterungen und Transferleistungen. So ist der fiskalische Vorteil für Paare mit Kindern in Österreich weit über dem OECD-Mittel – Österreich liegt bei den Steuervorteilen für Zwei-Kind-Familien mit Alleinverdienern auf Platz neun („Taxing Wages“ Report der OECD) und bei den Zwei-Kind-Familien wo beide Elternteile berufstätig sind sogar auf Platz zwei („Taxing Wages“ Report der OECD). Bei der Geburtenrate ist Österreich jedoch weit abgeschlagen auf Platz 16.

Langsam dämmert es, dass monetäre Anreize alleine nicht genügend, es muss wieder ein familienfreundliches Klima geschaffen werden: begonnen bei Kinderbetreuungsplätzen bis hin zu flexibleren Arbeitszeiten, aber es muss auch das Ansehen von jenen gestärkt werden, die beschließen bei ihren Kindern zu Hause zu bleiben – finanzielle Anreize können nur als Ergänzung dienen!

 

W.-R. M.

 

 

(Bild: Bouwe Brouwer/wikimedia.org)