Die ans Licht gekommenen Skandale an deutschen Polizeiakademien sind nicht nur symptomatisch für den Zustand der Hauptstadt Berlin; vielmehr sind sie lediglich der Gipfel des Eisberges, der die unabschätzbaren Gefahren durch die systematisch gewollte ethnische Heterogenisierung aller Lebensbereiche mit einem Augenzwinkern willfährig hinnimmt. Vor allem im öffentlichen Dienst sind Interessenskonflikte vorprogrammiert.

„Ein Ziel der Landesinitiative ‚Mehr Migrantinnen und Migranten in den öffentlichen Dienst – Interkulturelle Öffnung der Verwaltung’ ist es, den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der Landesverwaltung zu erhöhen und möglichen Zugangsbarrieren bei der Besetzung ausgeschriebener Stellen entgegen zu wirken“, heißt es auf der Homepage des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Übersetzt für Normalbürger bedeutet das nichts anderes als: Das Land höchstselbst setzt sich zum Ziel, den öffentlichen Dienst, Verwaltung und Exekutive gezielt verstärkt mit Immigranten zu besetzen und schraubt dafür zur Not auch die Anforderungen herunter.

Auch die Polizei wirbt zunehmend um Anwärter „mit Einwanderungsgeschichte“, wie man auf Neusprech sagt. Man werbe „aktiv, um junge Migrantinnen und Migranten, um Vielfalt und interkulturelle Kompetenz innerhalb der Polizei zu stärken.“ Auch diese Formulierung gilt es zu übersetzen: Auch wenn öffentlich abgestritten wird, dass immer nichts mit nichts etwas zu tun habe und entgegen allen besseren Wissens die Explosion gewisser Strafdelikte auf keinen Fall mit Massenimmigration in einer Kohärenz steht, ist die Werbung um Polizisten mit Migrationshintergrund wohl vor allem auch darauf zurückzuführen, dass das Klientel, mit dem ein Beamter im Alltag zu tun hat, selbst nicht zu denen gehört, die schon länger hier leben. Im Stammes- und Clandenken könne, so das Wunschdenken der Politik, ein Polizist von „den eigenen Leuten“ womöglich aufgrund seiner Kenntnisse von Kultur und Mentalität eher einwirken.

Der Polizeidienst ist längst als ausübendes Organ der Hoheitsrechte für fremde Staatsbürger offen. Lediglich Bayern nimmt nur deutsche Staatsangehörige auf, in allen fünfzehn anderen Bundesländern genügt der Pass eines EU-Staates, Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfahlen machen sogar bei Drittstaatsangehörigen Ausnahmen, wenn sie zumindest die Sprache in Wort und Schrift beherrschen oder einen Einbürgerungsantrag vorweisen können.

Ein besonderes Schmankerl liefert allerdings die ohnehin schon desolate Polizei der noch desolateren Hauptstadt Berlin: Ein Ausbildner der Polizeiakademie beklagte sich im Privaten über unhaltbare Zustände. Schüler seien respektlos, gewalttätig, führten sich auf wie der Rotz am Ärmel, aber kein Vorgesetzter traue sich, dagegen einzuwirken, aus Angst vor den eigenen Schülern, fast alle mit Migrationshintergrund natürlich.

 

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[Bild: Bernd Schwabe/wikimedia.org]