Die sozialistische Regierung in Spanien verschärft nun auch ihren Kurs gegenüber den NGO-Fährschiffen. Am Morgen untersagte sie der „Open Arms“ der gleichnamigen Organisation das Auslaufen aus dem spanischen Hafen Barcelona. Grund seien erhebliche Sicherheitsmängel gewesen. Außerdem sei die Besatzung nicht ordnungsgemäß ausgebildet.
Das 45 Jahre alte Schiff ist ein ehemaliger Hochseeschlepper mit einer Kapazität von 18 Personen, das keinesfalls für den Transport von mehreren Hundert Migranten ausgelegt ist. Im Dezember hatte der Schlepper mehr als 300 Afrikaner vor der libyschen Küste an Bord genommen, die Wind und Wetter ausgesetzt auf dem Ladungsdeck ausharren mussten, was jeglichen internationalen Sicherheitsregeln widerspricht. Italien und Malta weigerten sich, die Menschenfracht aufzunehmen, sodass die „Open Arms“ den mit 1.000 Kilometern viel weiter entfernteren Hafen Algericas ansteuern musste.
Spanien war bisher bei linken Politikern europaweit beliebt, da es ungebremst Migranten aufnahm. Nachdem aber in südspanischen Universitätsstädten sogar Studentenwohnheime geräumt wurden, um die Einwanderer unterzubringen, kippte dort die Stimmung.

[Text: A.S.; Bild: Twitter; Lizenz: -]