Dass der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdogan den Islam politisch interpretiert, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Wie groß sein Einfluss in islamischen Kreisen aber außerhalb der Türkei ist, wurde bis heute größtenteils unterschätzt. Türkisch-islamische Vereine in Österreich sollen für Erdogans Partei AKP die Ohren spitzen – und zwar egal wo. Das behauptet der Gründer der Liste „Jetzt“, Peter Pilz.

Den Beweis will Pilz unter anderem in den interne Akten der türkischen Botschaft in Wien gefunden haben: Mitglieder der türkischen Vereine sollen der Botschaft dabei Listen mit Landsleuten geben, die nicht mit der türkisch-politischen Agenda übereinstimmen. Weiters sind die nach Österreich eingewanderten türkischen Kurden betroffen, die in Wien kurdische Vereine oder sonstige Einrichtungen besuchen. Die Personenlisten werden dann dem Innenministerium in Ankara und den Behörden der Flughäfen übergeben. Bei der Einreise werden die betroffenen Personen meist schon vor der Passkontrolle abgefangen und festgenommen, behauptet Pilz.

"Mit den Bäuchen unserer Frauen!”

Abgesehen von den massiven Verstößen Erdogans gegen diverse Grundrechte stellt sich einmal mehr die Frage: Wie sehr müssen wir uns vor der fortschreitenden Islamisierung Europas fürchten?

In dieser Frage hilft uns der türkische Machthaber persönlich. Vor einigen Jahren erklärte Erdogan ganz kühn: "Zweimal sind wir Türken beim Versuch gescheitert, Europa militärisch zu erobern. Jetzt erobern wir Europa mit den Bäuchen unserer Frauen!”

Wie dagegen vorgegangen werden muss, erklärte Deutschlands Langzeitkanzler Helmut Kohl bereits in den 80er Jahren sinngemäß: „Weitere Zuwanderung der Türken stoppen, Integrationsfähige fördern, den Rest ausweisen.“

[Text: A.P.; Bild: www.wikipedia.org/Shehbaz Sharif; Lizenz: CC BY 2.0]