Eine der berühmtesten Aussagen des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy lautet: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“ Aber davon scheint die SPÖ nicht viel zu halten. Vielmehr setzt sie, worauf der Slogan „Holen Sie sich, was Ihnen zusteht“ schließen lässt, auf Neidgefühle und auf Klassenkampf.

Offen bleibt außerdem, wer nach welchen Kriterien bewertet, was jemandem „zusteht“. Zu nennen wären etwa parteinahe Manager im staatsnahen Bereich wie der frühere ÖBB-Chef und nunmehrige Bundeskanzler Christian Kern. Oder denken wird an die Pensionsprivilegien der Magistratsbeamten im roten Wien. Diese stehen ihnen nach Auffassung der SPÖ sicher zu. Und um in Wien zu bleiben: In der Bundeshauptstadt holen sich die abertausenden Asylwerber natürlich auch, was ihnen nach eigenem Selbstverständnis „zusteht“, nämlich die üppig bemessene Mindestsicherung.

Außerdem klingt der SPÖ-Slogan, wie Kritiker einwenden, stark nach dem an unseligen Stellen angebrachten NS-Slogan „Jedem das Seine“.

 

[Text: A. M.; Bild: SPÖ / Astrid Knie]