Nun sind Teilnehmer und Tagesordnung der Bilderberg-Konferenz, die von 9. bis 12. Juni in Dresden stattfindet, bekannt. Aus Österreich werden an dem Treffen, bei dem es wie jedes Jahr um die Umsetzung der Neuen Weltordnung geht, SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, der frühere Unterrichtsminister und nunmehrige Chef der Kontrollbank, Rudolf Scholten, sowie der Immobilienunternehmer Rene Benko teilnehmen.

Interessant sind die Themen, die in der sächsischen Hauptstadt besprochen werden: Einmal geht es um den Bereich „Europa: Migration, Wachstum, Reform, Vision, Einheit“. Dabei ist davon auszugehen, dass sie insgesamt 120 Teilnehmer Lob für die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und ihre unverantwortliche „Wir schaffen das“-Politik aussprechen werden. Schließlich ist in der „Neuen Weltordnung“ kein Platz für Völker vorgesehen. Ein Thema wird mit Sicherheit auch die bevorstehende Volksabstimmung in Großbritannien über den „Brexit“ sein. Hier dürften die Bilderberger Szenarien entwerfen, wie nach einem EU-Austritt Großbritanniens vorzugehen ist, etwa, dass weitere Zentralisierungsschritte unternommen werden. Damit anschließend für die entsprechende Propaganda gesorgt wird, wurden die Medienchefs Mathias Döpfner (Axel Springer) und Thomas Ebeling (ProSiebenSat.1) nach Dresden eingeladen.

Neben der Lage im Nahen Osten wird auch intensiv über Russland debattiert werden. Während manche EU-Mitgliedstaaten die Sanktionen gegen Russland lieber heute als morgen aufheben möchten, drängen die USA auf eine Verschärfung. Zudem lassen USA und NATO nichts unversucht, um Russland zu provozieren. Eine Schlüsselrolle wird hier dem früheren Oberbefehlshaber des US-Militärs in Europa, Philip Breedlove, zukommen. Der General gilt als ausgesprochener Scharfmacher.

Rund um das Tagungshotel in Dresden gibt es ein massives Polizeiaufgebot, um für die Sicherheit des offiziell „privaten“ Treffens zu sorgen. Und bei der Konferenz herrscht wie jedes Jahr strikte Geheimhaltung über den Inhalt der Gespräche, und eine Pressekonferenz oder gar akkreditierte Journalisten gibt es erst gar nicht.

 

[Text: B. T.; Bild: SPÖ Presse und Kommunikation/wikimedia.org]