Der 8. Mai, das offizielle Datum der Beendigung des Zweiten Weltkrieges war über Jahrzehnte hinweg der Anlass für junge korporierte Studenten, den Gefallenen und Bombenopfern der Weltriege zu gedenken. Sie legten in einem Festakt beim Gefallenendenkmal am Burgtor Jahr für Jahr einen Kranz nieder. Dieses ehrende Gedenken an jene, die mit ihrem Leben für die Verteidigung unserer Heimat bezahlt haben, war schließlich dem linken Österreich ein Dorn im Auge und SPÖ und Grüne sorgten durch ein Veranstaltungsverbot dafür, dass dieses ehrende Gedenken vom Burgtor verbannt wurde.

Nun hat das offizielle Österreich urplötzlich diesen Tag als Festtag entdeckt, den es am Heldenplatz feiert. Es bietet damit Hasspredigerinnen wie Wehsely eine Bühne um ihr ewig gestriges Credo der Ausgrenzung und der Spaltung zu verbreiten. „Die Toten-Gedenkfeier der Burschenschafter wäre eine Verherrlichung der Täter und eine Beleidigung der Opfer“ hetzte sie, und man solle diesen Tag als Tag der Befreiung mit Freude feiern.

Aus dem Munde Wehselys ist gerade diese „Freude“ eine üble Verhöhnung und Perfidie. Mit diesem Tag begann bekanntlich die größte Vergewaltigungsorgie, der Österreicherinnen und Wienerinnen im besonderen, hilflos ausgesetzt waren.

Dass sich Wehsely, die sich immer so gerne mit ihrem Einsatz für Frauen und deren Rechte brüstet, nicht nur abwertend darüber auslässt, dass den tausenden durch den Bombenkrieg getöteten Zivilopfern gedacht wird, sondern auch noch in Jubel darüber ausbricht, dass sich die Besatzungssoldaten ungehindert über unsere Frauen, Töchter, Schwestern, Mütter und Großmütter hermachten, entlarvt einmal mehr die Verlogenheit der SPÖ-Politikerin.

 

[Text: W. T.; Bild: wien.gv.at]