Auch dieses Szenario ist gut geplant und vorbereitet. Bereits im Oktober strahlte CNN Bilder aus, die einen angeblichen Sklavenmarkt in Libyen zeigen sollten. Mindestens zwei Männer, offenbar Flüchtlinge aus anderen afrikanischen Staaten, sollen dabei um 400 Dollar angeboten worden sein. Es wurde unterstellt, dass es sich bei der Summe um einen Kaufpreis handeln würde. Die Reaktionen der Weltöffentlichkeit drückten erwartungsgemäß Entsetzen und Empörung aus.

Und es vermittelte eines, die EU dürfe ihre Absicht, in Libyen Auffangstationen für Auswanderer nach Europa einzurichten, nicht wahrmachen.

Und nachdem nun der EU-Afrika-Gipfel in Abidjan/Elfenbeinküste tagt, stellt sich auch bereits heraus, dass die Kampagne voll gegriffen hat.

Von Lagern in Libyen ist nun keine Rede mehr, im Gegenteil es werden Maßnahmen gegen den Sklavenhandel diskutiert. Und es gibt auch schon erste Ergebnisse. Ein sogenanntes „Wiederansiedelungsprogramm“ für in Libyen befindliche Flüchtlinge wird beschlossen. Und dieses sieht laut dem deutschen Magazin Fokus nach einer Zwischenstationierung im Tschad und Niger eine endgültige Neuansiedelung in Europa vor. Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland sollen sich bereits bereiterklärt haben, diesen Einwanderern eine neue Heimat zu geben.

 

[Text: W. T.; Bild: Bundesregierung/Kugler]