Wieder einmal ist eine „Migrantenkarawane“ in Bewegung – diesmal versuchen mehrere Tausend Menschen aus mittelamerikanischen Ländern wie Honduras, El Salvador oder Guatemala über Mexiko illegal in die USA einzureisen. Aber anders als in Europa 2015, als die bundesdeutsche Kanzlerin Angela Merkel die Parole „Wir schaffen das!“ ausgab, will Washington illegale Einreisen unbedingt verhindern. 

Über Twitter gab Präsident Donald Trump bekannt, man werde „alle Anstrengungen unternehmen, um den Ansturm illegaler Ausländer auf die Südgrenze der USA aufzuhalten“. Und Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen stellte ebenfalls klar: „Meine allgemeine Botschaft an diese Karawane ist: Kommt nicht!“ Weiter sagte sie: „Ihr werdet nicht hereingelassen. Es gibt einen Weg der Migration in dieses Land, der rechtens ist, und dieser ist es nicht.“

Es fällt auf, dass die „Migranten“ bei ihrem Marsch durch Mexiko offenbar gut mit Wasser und Lebensmitteln versorgt sind, was auf Helfer im Hintergrund hindeutet. Matt Gaetz, ein republikanischer Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus, veröffentliche bereits am 17. Oktober ein Video, das zeigen soll, wie in Honduras an Auswanderungswillige Geld verteilt wird, damit sich der Migrantenkarawane anschließen. Außerdem stellte Gaetz einen Zusammenhang mit den bevorstehenden Kongresswahlen her und stellte die Frage in den Raum, ob der Spekulant George Soros oder US-NGOs ihre Finger im Spiel haben. Und Kelley Johnston, ein Manager des US-Lebensmittelherstellers Campbell Soup, schrieb auf Twitter, der Open Society Stiftung des milliardenschweren Spekulanten „plante und führt das durch“.

Die Systemmedien in den USA streiten natürlich eine Unterstützung der Migrantenkarawane durch Soros ab. So schreibt die „Washington Post“ am 28. Oktober von einer „Verschwörungstheorie“, die „unwahr ist, aber in den vergangenen Tagen offensichtlich mörderische Wut befeuert hat“. Gemeint ist das Massaker von Pittsburgh, bei dem ein Rechtsextremist in einer Synagoge elf Menschen ermordet hatte.

[Text: B.T.; Bild: Screenshot Twitter]