Die Verhaftung von Tal Silberstein in Israel fördert einen über die österreichische Innenpolitik weit hinausgehenden Aspekt zutage. Denn der Kompagnon des ehemaligen SPÖ-Beraters, der israelische Milliardär Beny Steinmetz, wirft dem US-Spekulanten George Soros vor, einen „politischen Krieg“ gegen ihn zu führen. Silberstein und Steinmetz wurden unter anderem wegen des Verdachts des Betrugs und der Geldwäsche festgenommen.

Der „Krieg“ zwischen Soros und Steinmetz nimmt seinen Ausgang offenbar in Guinea, einem an Bodenschätzen reichen Staat an der Westküste Afrikas, mit deren Ausbeutung sich eine Menge Geld verdienen lässt. Und beide jüdischen Milliardäre wollten Lizenzen für Eisenminen erwerben – und dürften dabei mutmaßlich zu nicht legalen Mitteln gegriffen haben. Jedenfalls berichtete ein israelischer Fernsehsender, Steinmetz habe dem guineischen Präsidenten Alpha Conde und seiner Frau Djene Kaba „zig Millionen Dollar“ (an Schmiergeld) gezahlt, um sich in den Jahren 2006 bis 2012 die Rechte für die Ausbeutung von Eisenminen zu zahlen. Steinmetz wiederum wirft Soros vor, er habe der Präsidentengattin Geld gezahlt, damit sie gegen ihn aussage. „Es gibt jemanden, der auf mich zielt“, sagte Steinmetz mit Blick auf den Währungsspekulanten vor Gericht.

Wer wen in Guinea bestochen hat oder nicht, ist bis auf Weiteres nicht zu eruieren. Fest steht hingegen, dass Soros und Steinmetz in Guinea schon mehrmals aneinander gerieten. So brachte der Steinmetz eine Klage in Höhe von zehn Millionen Dollar gegen Soros ein. Darin behauptete der Israeli: Soros, der nebenbei ein wichtiger Förderer der Masseneinwanderung nach Europa und Verfechter der „Neuen Weltordnung“ ist, habe als Berater die Regierung von Guinea dazu gebracht, einen lukrativen Deal zum Schürfen von Eisen zu vereiteln. Soros, der von den Systemmedien gerne als „Philanthrop“ bezeichnet wird, scheint, wenn es um die eigenen geschäftlichen Interessen geht, alles andere als ein „Menschenfreund“ zu sein.

 

[Text: B. T.; Bild: Harald Dettenborn/wikimedia.org]