Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand, so zumindest ein gefl ügeltes Wort. Hin und wieder geschehen allerdings, ob auf See oder vor Gericht, tatsächlich noch Wunder. So gewann nun die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel gegen die Amadeu-Antonio- Stiftung vor Gericht. Weidel hatte die Stiftung, die von der ehemaligen Stasi-Spitzelin Anetta Kahane geführt wird, als „Stiftung der Schande“ bezeichnet, wobei sie ausführte: „Der Begriff ‚Schande‘ bezeichnet den Verlust von Ansehen und Ehre, Begriffl ichkeiten also, die den Umgang vieler linker Gruppierungen mit Andersdenkenden kennzeichnen. Für die Spitzel-Kahane-Stiftung ist diese Begriffl ichkeit also unserer Meinung nach zutreffend. Das Netzwerk ‚Aufstehen gegen Rassismus‘, das Wahlkampfstände der AfD mit „Aktionskits unschädlich“ machen will, verweist auf die Amadeu Antonio-Stiftung, um Ideen für den ‚Kampf gegen die AfD‘ zu verbreiten. Gleichzeitig werden mehrere Gruppierungen, die dieses Netzwerk unterstützen, vom Verfassungsschutz beobachtet. Zumindest indirekt besteht hier also eine Nähe zu als linksextrem eingestuften Organisationen.“ Das erregte natürlich die Oberzensorin Kahane, die, gelernt ist schließlich gelernt, auch in der Maaschen Internetzensur kräftig mitmischt, und so zog sie vor Gericht. Dass sie nun verlor und auch die Gerichtskosten tragen muss, dürfte vermutlich dem Steuerzahler teuer kommen, kassierte doch Kahanes Spitzelwerkstatt in den letzten Jahren Förderungen in Millionenhöhe. Dafür bekamen dann CDU und SPD auch ihr Fett weg und wurden auf Internetseiten der Stiftung wegen einiger Mitglieder ins rechte Eck gestellt. Kahanes Kampf gegen alles Bürgerliche kommentiert Weidel schließlich: „Auch wenn sich die Stiftung gegen Kritik vehement wehrt, wird immer wieder sichtbar, wie gut die linke Szene vernetzt ist. Wenn sich Kahane von als extrem eingestuften Gruppierungen nicht eindeutig distanziert, wird sie meiner Meinung nach auch weiterhin eine ‚Stiftung der Schande‘ sein.“

 

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