„Es ist wichtig, dass die die Einwohner von Stockholm sicher fühlen können“, sagte Daniel Hellden dem Online-Medium „The Local“. Allerdings denkt der Vizebürgermeister der schwedischen Hauptstadt dabei nicht an die hohe Zahl von Vergewaltigungen, die zumeist von Einwanderern verübt werden. Was Hellden, ein Politiker der Grünen, der auch Vorsitzender des Verkehrsausschusses ist, wirklich stört, sind Plakate, auf denen leichtbekleidete Mädchen zu sehen sind. Und so stimmte der Verkehrsausschuss für eine Veränderung der Werberichtlinien, dagegen waren nur die patriotischen Schwedendemokraten. Damit die Werbezensur in Kraft treten kann, muss noch der Stadtrat zustimmen.

Tiefe Einblicke in die Verfasstheit Schwedens, das auch als Narrenhaus der politischen Korrektheit bezeichnet werden kann, bietet die Begründung, warum Stockholm eine Werbezensur braucht: „Die Stadt hat eine Verantwortung gegenüber ihren Bürgern sicherzustellen, dass die Werbung, mit der sie konfrontiert sind, nicht in irgendeiner Weise beleidigend oder ärgerlich ist. Wir müssen gewährleisten, dass keine sexistische oder rassistische Werbung auftaucht“, erklärte Hellden.

Nun sollen zusammen mit der Werbewirtschaft neue Richtlinien ausgearbeitet werden, damit in der Werbung Frauen und Männer nicht als „bloße Sexobjekte“ dargestellt werden. Auf die schwarze Liste kommen sollen auch Darstellungen in einer „stereotypen Geschlechterrolle“, die „entwürdigend“ ist oder in anderen Formen, die „erniedrigend und eindeutig sexistisch sind“. Zusätzlich zur politisch-korrekten Prüderie-Richtlinie plant Stockholm auch ein Regelwerk, damit „rassistische“ Abbildungen aus der Werbung verbannt werden können.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia.org/Loxdalen; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 International]