Ludwig Scharinger der Präsident der Österreich Russischen Freundschaftsgesellschaft (ORFG) lud gestern zu einem „Jour fixe“ derselben mit H.-C. Strache als Gastredner.

Der FPÖ-Obmann lies sich auch nicht bitten und nahm kein Blatt vor den Mund. „Die EU- Sanktionen gegen Russland würden der österreichischen Wirtschaft einen jährlichen Schaden von mehr als einer Milliarde Euro verursachen“, erklärte er sinngemäß. Und „Österreich hätte durch seine Beteiligung an der EU-Maßnahme gegen seine verfassungsrechtlich verankerte Neutralität verstoßen“. Dabei wären es eher die EU und die NATO, als Putin, die für Konfliktpotential gesorgt hätten.

„Nicht Russland ist der Aggressor der letzten Jahrzehnte, der seinen militärischen Einflussbereich in Richtung Grenze der Europäischen Union geführt hat“, so Strache wörtlich. NATO und EU hätten sich bis an Russlands Grenzen hin ausgedehnt.

Auch zu den Vorgängen in der Ukraine hat Strache eine durchaus andere Sichtweise als sie von den europäischen Politikern im allgemeinen verbreitet wird. „Schon bei dem verfassungswidrigen Umsturz seien ausländische Geheimdienste im Spiel gewesen“, und auch die immer wieder ins Spiel gebrachte Rolle Russlands beim (herbeigeführten) Absturz der malayischen Passagiermaschine wird von Strache in einem anderen Licht dargestellt. „Höchste CIA-Kreise bestätigen, dass es die Russen nicht gewesen seien.“

Unterstützung für seine Ansichten bekam Strache von Ludwig Scharinger, der eine heftige Attacke gegen die USA führte. „Wir müssen die Amerikaner wissen lassen … dass sie uns nicht ständig gegen Russland aufhetzen sollen“, meinte der ehemalige Raiffeisenchef von Oberösterreich.

 

W. T.

 

 

(Bild: ZZ-Archiv)