In seiner heutigen Pressekonferenz hat Bundesparteiobmann H.-C. Strache erneut die Forderung der FPÖ nach einer Volksabstimmung in Österreich über die Zustimmung zu den neuerlichen Milliarden-Zahlungen an Griechenland gefordert. „Bevor auch nur ein einziger österreichischer Cent überwiesen wird, soll man die Österreicher dazu befragen“, forderte Strache, der bei der kommenden Sitzung des Nationalrats am Freitag eine entsprechende Volksabstimmung beantragen wird.

Strache hält den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro nach dem Motto „Lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ für die vernünftigste Lösung. Wie Hans Olaf Henkel in dem ZZ-Interview, sieht auch Strache die bereits geflossenen Hilfsgelder in der Größenordnung von über 300 Milliarden Euro als verloren an. Österreich könne die anteiligen 8 Milliarden Steuergeld abschreiben“ meint er und kritisiert die EU, die zu einer „Schuldenunion verkommen wäre“. Auch Österreich bekomme mittlerweile Probleme, die durch weitere Zahlungen nach Griechenland noch verschärft würden. „Die Staatsverschuldung Österreichs liegt bereits bei 90 Prozent des BIP“, mahnte Strache. „Wir haben also selbst durchaus ernstzunehmende Probleme im eigenen Land!“

 

W. T.

 

 

(Bild: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Christian Hofer)