Die Pensionisten und jene, die sich in der zeitlichen Nähe ihres Ruhestandes befinden, sind in schöner Regelmäßigkeit das Ziel der SPÖ-Werbung, wenn Wahlen vor der Türe stehen. Pensionistenbriefe, Anzeigen oder auch Plakate der Roten Spitzenkandidaten heischen in Wahlkampfzeiten, seit Vranitzky, um die Stimmen dieser immer größer werdenden Wählergruppe. Und mit Erfolg. Auch wenn die Sozialdemokraten eine Schlappe nach der anderen bei den Bundeswahlen einstecken mussten (am Beginn der Obmannschaft von Franz Vranitzky lag die SPÖ noch bei satten 47,7 %; 2017 hatte sie gerade einmal 26,8 😵, auf die Stimmen der älteren Generation konnten sie sich stets verlassen.

Früher mehr als in jüngerer Zeit, da hatten die Senioren immer mehr die großen Versprechungen satt, die dann nicht oder nur zu einem sehr kleinen Teil eingehalten wurden, wenn die Wahl geschlagen war.

Mittlerweile ist ein großer Teil von den Seniorenstimmen der SPÖ abgewandert. Bei der letzten Nationalratswahl hatte beispielsweise die Liste Kurz/ÖVP die SPÖ bei den Wählern über 60 Jahren bereits überholt.

Zum Anwalt der Pensionisten macht sich nun aber der Vizekanzler H.-C. Strache. Er würde „dafür sorgen, dass die Mindestpensionen für jene, die über 40 Jahre gearbeitet haben, auf 1200 Euro pro Monat angehoben würde“, erklärte er heute im Morgenjournal von ORF 1. Aber auch die, die mehr als 30 Jahre gearbeitet haben, sollen mehr bekommen. Hier fordert er eine Anhebung der Mindestpension auf 1000 Euro.

Geht es nach Strache und der FPÖ, wird das gemeinsam mit der Einführung eines Mindestlohns von 1500 Euro bei Vollzeitbeschäftigung umgesetzt.

[Text: W.T.; Bild: FPÖ]