Dem Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl ist es bei der Wahl am Sonntag aufgrund grüner Leihstimmen und der Mobilisierung des Gutmenschentums gelungen, seine Niederlage zu minimieren. Im Gegensatz dazu ist es FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gelungen, der SPÖ rund 33.000 Wähler abspenstig zu machen, wie Wählerstromanalysen zeigen. Darüber hinaus konnten die Freiheitlichen 29.000 Stimmen von bisherigen Nichtwählern holen und fast 90 Prozent ihrer Wähler von 2010 halten. Die FPÖ verfügt somit über eine gefestigte Stammklientel.

Interessant ist der Bereich der eingebürgerten Zuwanderer. Hier kommt zwar die SPÖ auf einen Anteil von mehr als der Hälfte, aber auch die Freiheitlichen erhalten einen beachtlichen Anteil von Stimmen aus diesem Wählersegment, und zwar von integrierten Serben, Kroaten und Osteuropäern. Das zeigt, dass gut integrierte europäische Zuwanderer gegen die Massenzuwanderung aus Kleinasien, dem Nahen Osten und Afrika sind und damit den Kurs der FPÖ bestätigen.

 

 

Text: A. M.
Bild: FPÖ