In den letzten Tagen ist es am österreichisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld ruhig geblieben. Aber nicht, weil die Flüchtlingswelle abgeebbt ist, sondern weil in Griechenland die Fähren bestreikt wurden, und deshalb keine illegalen Einwanderer von den Inseln aufs Festland gebracht werden konnten. „Der Fährenstreik in Griechenland hat dafür gesorgt, dass die Zahl der Flüchtlinge, die über die sichere Türkei nach Europa kommen, in Spielfeld nahezu auf Null gesunken ist. Jetzt, nach Beendigung des Streiks, rechnet man aber wieder mit über 100.000 Menschen“, warnt deshalb Heinz-Christian Strache.

Aufgrund des Fährenstreiks sieht der FPÖ-Bundesparteiobmann deshalb eine Lösung für das Asylchaos in Österreich und anderen europäischen Ländern. „Man könnte also die Migrationswelle von Seiten der EU sehr leicht stoppen, indem man die Fähren einstellt und Außenaufnahmezentren in der Türkei und Griechenland sicherstellt“, erklärt Strache. Allerdings fehle dazu der Europäischen Union der politische Wille, und stattdessen übe man sich weiter in Untätigkeit und Beschwichtigungspolitik.

Wenig überraschend gelangt Strache zu dem Schluss, dass sowohl die EU als auch die österreichische Bundesregierung bei der Bewältigung des Flüchtlingschaos versagt haben. Denn genau durch das Wegschauen und Verleugnen sei es zu dieser Krise gekommen, vor der die FPÖ schon seit langem gewarnt habe. Jedenfalls ist davon auszugehen, dass es in Spielfeld bereits in den nächsten Tagen abermals zu chaotischen Zuständen kommen wird.

 

 

Text: B. T.
Bild: FPÖ