Während die BRD für Asylanten aus Syrien vorerst Sonderregelungen trifft, so wurde laut einer neuen Regelung des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) das Dublin-Verfahren außer Kraft gesetzt und die Flüchtlinge nicht mehr in sichere Drittländer zurückgeschickt, sowie entfällt die persönliche Anhörung, es muss lediglich noch ein Fragebogen ausgefüllt werden, um als Asyl zu bekommen, geht Großbritannien einen anderen Weg.

Künftig will es mit noch härteren Maßnahmen illegale Zuwanderung bekämpfen. Einwanderern, die ohne Aufenthaltserlaubnis in Großbritannien arbeiten, sollen Gefängnisstrafen von bis zu sechs Monaten drohen, wie Migrations-Staatssekretär James Brokenshire bekanntgab. „Wenn ihr illegal hier seid, dann werden wir Euch daran hindern, zu arbeiten, eine Wohnung zu mieten, ein Bankkonto zu eröffnen und ein Auto zu fahren“, sagte Brokenshire. Ebenso sollen Arbeitgebern, welche illegale Zuwanderer beschäftigen, Strafen drohten.

Der Vize-Präsident des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), kritisierte diese Vorgehensweise: „Großbritannien, aber auch die baltischen Staaten und einige Nachbarn in Mittelosteuropa drücken sich einfach vor der gesamteuropäischen Solidarität.“ Lob von Seiten der EU erhielt hingegen die BRD.


M. H.

 


(Bild: sarflondondunc/flickr)