Gegen zwei angeblich „Schutzsuchende“ wurde Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung erlassen. Sie stehen im Verdacht in einer Asylantenunterkunft in Düsseldorf einen Großbrand gelegt zu haben, der einen Schaden von zehn Millionen Euro forderte. Einer der beiden 26-Jährigen aus Nordafrika sei beobachtet worden, wie er brennbare Flüssigkeit auf eine Matratze geschüttet und angezündet habe, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Der andere habe die Tat gegenüber Bewohnern und Journalisten gestanden: „Wir mussten das tun, damit sich etwas ändert“, habe er gesagt.

Auslöser der Straftat soll ein Streit über den islamischen Fastenmonat Ramadan, der kürzlich begonnen hat, sein. Die festgenommenen Mohammedaner, die sich nicht an den Ramadan halten wollten, hätten sich über das aus ihrer Sicht zu dürftige Mittagessen beschwert. „In diesem Bereich ist das Motiv zu suchen“, sagte ein Ermittler. Zudem nannten die ursprünglich acht festgenommenen Männer falsche Nationalitäten an und gaben sich als Syrer und Iraker aus. Bei einem der Festgenommenen handelt es sich um eine wahre „Kulturbereicherung“: Er ist bereits als „Intensivtäter“ aktenkundig und fiel mit Diebstählen und Rauschgiftdelikten auf.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt, gab es in der Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft wiederholt Probleme zwischen den dort untergebrachten Christen und Mohammedanern. Die ohnedies schlechte Stimmung habe sich mit dem Beginn des Ramadan weiter verschlechtert, auch sei es zu Gewalttätigkeiten gekommen.

Der Fall zeigt übrigens auch die Milde der bundesdeutschen Justiz gegenüber Straftätern mit Asylhintergrund. Obwohl in der als Unterkunft genutzten Halle zur Tatzeit auch Menschen schliefen, wertete die Staatsanwaltschaft die Tat nicht als versuchten Mord. Hätten die mutmaßlichen Täter aber ein „fremdenfeindliches“ Motiv gehabt, so müssten sie mit ziemlicher Sicherheit mit einer Mordanklage rechnen.

 

[Text: B. T.; Bild: Fir0002/wikimedia.org]