Giampiero Khaled Palladini hat es geschafft, seine Heimatstadt Lecce zu spalten. Der moslemische Konvertit will in der süditalienischen Stadt, die rund 95.000 Einwohner zählt, eine islamische Universität errichten, in der 5.000 Moslems studieren sollen. Gegenüber italienischen Medien spricht Palladini von einem „Instrument des Friedens“. Anderer Meinung ist hingegen der Bürgermeister von Lecce, Paolo Perrone. Er ist überzeugt, dass „die Stadt zum gegenwärtigen geschichtlichen Zeitpunkt dafür nicht bereit ist“.

Kritiker der geplanten Islamischen Universität fürchten eine weitere Islamisierung Italiens. In dem südeuropäischen Staat leben rund 1,5 Millionen Moslems. Andreas Caroppa von der Mitte-Rechts-Partei Nuova Centrodestra weist darauf hin, dass bei diesem Projekt einige offene Fragen bestehen: „Ich habe gelesen, dass sie ‚Theologie‘ und ‚Recht‘ lehren wollen. Aber sie sagen nicht, in welcher Sprache gelehrt werden soll und ob es irgendeine Kontrolle durch die italienischen Behörden geben wird.“

Außer Zweifel steht, dass sich das Stadtbild Lecces grundlegend verändern wird, sollte Palladini seine Pläne in die Tat umsetzen.

 

B. T.

 

 

(Bild: Tango7174/wikimedia.org)