Griechenland steht finanziell das Wasser bis zum Hals. Am 9. April wird die Rückzahlung einer Kreditrate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 458 Millionen Euro fällig. Ob Athen das Geld aufbringen kann, ist mehr als ungewiss. Und wenn ja, dann kann die Regierung keine Pensionen ehemalige Staatsbedienstete oder Sozialleistungen mehr auszahlen.

Wie die britische Zeitung „Daily Telegraph“ unter Berufung auf hochrangige Mitarbeiter der regierenden linksradikalen Syriza-Partei berichtet, arbeitet die Regierung an einem „Plan B“. Demnach wird der Rückkehr zu einer eigenen Währung der Vorzug gegenüber einer Verpflichtung gegenüber den internationalen Gläubigern gegeben. Auf diese Weise will Athen auch der Kuratel der ungeliebten Troika entgehen. „Wir sind eine linksgerichtete Regierung. Wenn wir uns zwischen einem Zahlungsausfall gegenüber dem IWF oder einem Zahlungsausfall gegenüber unseren eigenen Leuten entscheiden müssen, dann brauchen wir nicht lange zu überlegen“, sagt ein namentlich nicht genannter hochrangiger Mitarbeiter griechischen Regierung dem „Telegraph“.

Sollte der „Plan B“ tatsächlich umgesetzt werden, käme es zu einer Verstaatlichung der griechischen Banken: „Wir werden die Banken schließen und sie verstaatlichen“, erklärt Syriza-Mitarbeiter.

 

B. T.

 

 

(Bild: Ernesto/wikimedia.org)