Jair Bolsonaro wurde am Neujahrstag als neuer Präsident Brasiliens vereidigt. Das hat die Hauptstrommedien geradezu in Hysterie versetzt und sie stellen die Frage, ob der größte Staat Südamerikas wegen der Präsidentschaft des rechtsgerichteten Politikers zu einer Demokratie wird. Als übereifrig erweist sich im Übrigen der ORF. Auf seiner Internetseite bezeichnet der gesetzlich zur Objektivität verpflichtete Staatssender Bolsonaro als „Machthaber“. Der Ausdruck „Machthaber“ ist im deutschen Sprachraum negativ belegt und wird üblicherweise für Personen verwendet, die ohne ausreichende demokratische Legitimation regieren.

Überhaupt haben die Systemmedien ein Problem damit, dass Bolsonaro demokratisch gewählt wurde. Schließlich ist er ein bekennender Antimarxist, der in seinem Lande mit dem Kulturmarxismus aufräumen will. Noch bevor er seinen Amtseid ablegte, ließ Bolsonaro über Twitter wissen, dass er den „marxistischen Quatsch“ aus den Lehrplänen entfernen werde. Ein Anliegen ist dem neuen Präsidenten Brasiliens hingegen die Förderung der traditionellen Familie und der christlichen Werte.

Ebenso will Bolsonaro die Waffengesetze lockern. Angesichts eines für europäische Verhältnisse unvorstellbar hohen Niveaus an Gewalttaten – im Jahr 2017 gab es fast 64.000 Morde – sollen die Brasilianer bessere Möglichkeiten zur Selbstverteidigung erhalten. Somit überrascht es nicht, dass die Brasilianer Bolsonaro, der mit diesen Missständen aufräumen will, zum Präsidenten gewählt haben.

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia/Cleia Viana/Câmara dos Deputados; Lizenz: CC BY-SA 3.0]