Die Berichterstattung der gleichgeschalteten Medien, mit dem ORF an der Spitze, ist eine Sache. Die tatsächlichen Arbeitsabläufe der Polizeibeamten eine ganz andere. Die Mühsal des Polizeialltags legte in einem Vortrag bei der Wiener akademischen Burschenschaft Teutonia der Präsident der freiheitlichen Polizeigewerkschaft „AUF“ dar.

Wien sei bereits Chicago, oder noch schlimmer, Chicago würde sich heute wehren, mit Wien verglichen zu werden, was die Kriminalität anbelangt, beklagte der Polizeigewerkschafter in Anlehnung an die seinerzeitige Plakatkampagne der FPÖ Wien unter Rainer Pawkowicz: „Wien darf nicht Chicago werden“.

Es gäbe beinahe täglich Raubüberfälle und Vergewaltigungen. Die Bevölkerung ist in vielen Bezirken völlig verunsichert und traut sich am Abend nicht mehr auf die Straße. Mittlerweile ist die Exekutive, die ihr Bestes tue, um die Sicherheit wieder herzustellen, bzw. aufrecht zu erhalten, auch schon überfordert.

Sie werde seit der Reform des ehemaligen ÖVP Innenministers Ernst Strasser scheibchenweise ausgehungert. Allein in Wien gibt es nun schon 2.000 Planposten weniger als noch vor zehn Jahren. Dazu kommt, dass auch noch eine Verschiebung innerhalb des Kaders stattgefunden hat. Der auf der Strasse diensttuende Teil wurde vermindert, und der administrative, in der Verwaltung beschäftigte Teil wurde aufgebaut. Und das, obwohl eine Reihe von Wachzimmern geschlossen und Verwaltungseinheiten zusammen gelegt wurden. Die von der Politik zugesagten 1.800 Beamten mehr für Wien beheben diese Misere auch nicht, sondern fangen lediglich die natürlichen Abgänge auf. All dies passiert vor dem Hintergrund der zusätzlichen Anforderungen durch die Zuwandererkrise. Mittlerweile ist die Polizei österreichweit bei 10 Millionen! Überstunden pro Jahr angekommen, und es werden praktisch täglich mehr.

 

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[Bild: GuentherZ/wikimedia.org]