Die Überlegung zu einer Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf unseren Autobahnen hatte bereits Hubert Gorbach, Verkehrsminister in der Regierung Schüssel, gemacht. Damals ließ er auf einer kurzen Strecke der Tauernautobahn testen. Der Druck von Umweltschützern und vor allem der grünen Opposition im Parlament hatten aber zu einer Einstellung der Überlegungen geführt.

Nun, unter dem freiheitlichen Verkehrsminister Norbert Hofer, gibt es einen neuerlichen Vorstoß. Dieses Mal wohl mit besseren Aussichten.

Auf der Westautobahn soll es zwei Strecken mit einer Gesamtlänge von 120 km geben, auf denen ab August die Autofahrer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h fahren dürfen.

Nach einem Jahr wird dann Bilanz gezogen. Laufende Messungen der Lärmentwicklungen, der Umweltbelastung und der Unfallzahlen sollen dann mit den bereits erhobenen Daten in diesen Streckenabschnitten verglichen werden. Sollte sich ähnlich wie in Deutschland, wo es streckenweise überhaupt keine Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt, keinerlei Verschlechterung der Werte zeigen, könnte künftig auf allen österreichischen Autobahnen die Grenze hinaufgesetzt werden.

[Text: W.T.; Bild: Wikipedia.org/Franz Johann Morgenbesser; Lizenz: CC BY-SA 2.0]