Nachdem Dienstagabend ein Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden wegen eines möglichen Terroranschlags abgesagt wurde, hüllt sich der bundesdeutsche Innenminister Thomas de Maiziere in Schweigen. Auf einer Pressekonferenz sagte der CDU-Politiker, er könne keine näheren Angaben machen, woher die Hinweise gekommen seien, denn dies würde „die Sicherheit des Landes gefährden“. Dem Vernehmen nach kamen die Hinweise, dass sich im Stadion ein Sprengsatz befinde – was sich später als unrichtig herausstellte – von einem ausländischen Geheimdienst.

Vor allem aber lässt de Maiziere die Bürger bezüglich des Ausmaßes der Terrorgefahr im Unklaren. Wörtlich sagte er auf der Pressekonferenz: „Ein Teil der Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“ Offenbar soll verschwiegen, dass aufgrund der unkontrollierten Masseneinwanderung in die Bundesrepublik, für welche Bundeskanzlerin Angela Merkel verantwortlich ist, ein erhebliches Sicherheitsrisiko besteht, und dass nicht nur „Flüchtlinge“ ins Land gekommen sind, sondern auch Dschihadisten, die Terroranschläge planen und ausführen wollen.

Wie groß das islamistische Potential in der Bundesrepublik ist, zeigt ein Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“. Bereits vor rund einem Jahr berichtete das Blatt über Analysen westlicher Geheimdienste. Diese hatten rund zwei Millionen Meldungen des Kurznachrichtendienstes Twitter zum „Islamischen Staat“ ausgewertet. Darin äußersten sich von denen aus der BRD stammenden 15,7 positiv zum IS, und im benachbarten Belgien sogar 31 Prozent. Bemerkenswertes Detail am Rande: In der Islamischen Republik Iran sind nach dieser Analyse westlicher Geheimdienste nur knapp sechs Prozent der Bevölkerung Terrorismusbefürworter.

 

 

Text: B. T.

Bild: Cebelink/wikimedia.org