Mit dem Abkommen zwischen der EU und der Türkei bezüglich der Rücknahme illegaler Einwanderer durch Ankara soll bald die Visapflicht für Türken fallen. Wenn jeder, der im Besitz eines biometrischen türkischen Passes ist, formlos für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen in den Schengen-Raum einreisen kann, wäre mit dramatischen Folgen für die Sicherheit zu rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, der EU-Kommission, aus dem am Dienstag die britische Zeitung „The Telegraph“ zitierte.

Demnach könne die Möglichkeit, visumfrei in den Schengen-Raum zu reisen, „nicht nur illegale Einwanderer anlocken, sondern auch Kriminelle oder Terroristen. An anderer Stelle warnt die Brüsseler Behörde in ihrem Bericht: „Es ist zu erwarten, dass ausländische Staatsangehörige, sobald türkische Bürger visumfrei die EU betreten dürfen, damit beginnen werden, türkische Reisepässe zu erwerben und vortäuschen, türkische Staatsangehörige zu sein, um visumfrei in die EU zu reisen. Auch ist damit zu rechnen, dass die Identität türkischer Staatsangehöriger angenommen oder auf betrügerische Weise die türkische Staatsbürgerschaft angenommen wird.“

Außerdem ist in dem Bericht der EU-Kommission zu lesen, dass die Einführung der Visafreiheit für Türken eine „zunehmende Mobilität in den Schengen-Raum durch Kriminelle und Terroristen, die Bürger der Türkei oder in der Türkei lebende Ausländer sind“, zur Folge hätte. Wenn es all jenen, die Böses im Schilde führen, erlaubt wird, problemlos mit einem türkischen Pass in den Schengen-Raum einzureisen, ist damit zu rechnen, dass es künftig in der EU noch mehr islamistisch motivierte Terroranschläge geben wird: „Die geplante Visaliberalisierung für türkische Staatsbürger, die in die EU einreisen, könnte potenziell eine Auswirkung auf Terrorrisiken in der EU haben, soweit es dabei um die Reisetätigkeit von Terroristen mit türkischer Staatsbürgerschaft in und aus dem Schengen-Raum geht.“

 

[Text: B. T.; Bild: Boy from far/wikimedia.org]