Der abgewählte Parlamentarier und nunmehrige PR-Berater Stefan Petzner soll also „Dancing Star“ werden. Schön für ihn. Oder besser: für seine Brieftasche. Schließlich kassieren Teilnehmer an diesem fragwürdigen TV-Spektakel laut „Österreich“-Bericht bis zu 70.000 Euro. Und da der Gebührenzahler so freiwillig, pünktlich und pflichtbewusst zahlt, sind Gagen dieser Höhe kein Problem. Flügelschuhe und Solarien sollen neuerdings sehr gefragt sein. Schade nur, dass die öffentliche Hand nichts mehr davon haben wird.

Dennoch: Stefan Petzner passt zum Ensemble. Zu dem in Jahre gekommenen Van-der-Bellen- Unterstützer Klaus Eberhartinger ebenso wie zu jener Mirjam Weichselbraun, die nach Ursula Stenzels Wechsel zur FPÖ die Öffentlichkeit coram publico wissen ließ, dass aus Stenzel „nicht viel“ geworden sei. Tja, liebe Mirjam. „Da Neid is a Hund!“ Traurig erkennen zu müssen, dass zwischen Volksvertretung und sinnlosen Anmoderationen halt doch kein allzu kleiner Unterschied besteht.

Aber sei’s wie’s sei: Die österreichische Öffentlichkeit hat jedenfalls von Neuem Grund, die mit beiden Händen zum Fenster hinausgebutterten Gebühren-Spielchen der ORF-Führung zu hinterfragen. Vielleicht der letzte Stein des Anstoßes zum Umdenken hinsichtlich der Gebührenzange. Dann hätt sogar noch Stefan Petzners Auftritt seinen Sinn gehabt.

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia/Allura; Lizenz: CC BY-SA 3.0 AT]