Ein unter Federführung des Chefs des Kärntner Landesarchivs, Wilhelm Wadl, herausgegebener Bericht einer Historikerkommission beweist nun: Der jugoslawische Geheimdienst UTBA war in den 70er Jahren in Kärnten für Terroranschläge verantwortlich.

Eine Serie im Nachrichtenmagazin „Profil“ und ein ganzseitiger Beitrag in der Sonntags-„Presse“ wiesen dieser Tage darauf hin, dass die vom seinerzeitigen Landeshauptmann Gerhard Dörfler eingesetzte Historikerkommission nunmehr einen wissenschaftlich fundierten Band vorgelegt hat, in dem die Verantwortung Tito-Jugoslawiens für Terroranschläge in den 70er Jahren klar dargelegt wird. Demgemäß werden der Kärntner Heimatdienst und andere patriotische Kärntner Organisationen voll rehabilitiert. Sie hätten seinerzeit im Kärntner Unterland keineswegs für Unruhe und Konfrontation gesorgt, vielmehr waren es Provokateure des jugoslawischen Geheimdienstes und dessen Mitarbeiter aus linksradikalen nationalslowenischen Kreisen, die die Zuspitzung des politischen Klimas bis an den Rand des Bürgerkrieges betrieben hätten.

Bereits im vorigen Jahr hatte der slowenische Historiker Leljak Listen aus slowenischen Archiven veröffentlicht, in denen Zuträger und Mitarbeiter des slowenischen Geheimdienstes geoutet wurden. Unter anderen genannt wurde als mutmaßlicher Mitarbeiter der UTBA der SPÖ-Spitzenkandidat für die Europawahl, Eugen Freund.

 

A. M.

 

 

(Bild: Marxists Internet Archiv)