Jener Salzburger, der nach dem Marc Aurel-Marsch in Ungarn tot aufgefunden wurde, ist am 28. August von einem Zug überrollt worden. Das ist das einzige wirklich verlässliche Faktum, das zu diesem Todesfall gesagt werden kann. Natürlich stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach Selbstmord oder Fremdverschulden. Nach allen Informationen und nachvollziehbaren Verhaltensmustern erscheint ein Selbstmord jedoch äußerst unwahrscheinlich. Welcher Selbstmörder unternimmt unmittelbar vor seiner Tat schon einen 80 Kilometer langen Marsch. Und selbst wenn er die Absicht gehabt hätte, die Anstrengung und die Sauerstoffzufuhr, die zwei aktive Tage an der frischen Luft zur Folge haben, würden einem derartigen Ansinnen mit großer Wahrscheinlichkeit die Grundlage entziehen.

Der Mann hatte darüber hinaus einen großen Freundeskreis und Familie, Abschiedsbrief existiert keiner. Die Haustiere in seiner Wohnung zeugen davon, dass er die Absicht hatte, vom Marc Aurel-Marsch dorthin zurückzukehren

Das österreichische Außenamt ist in Verbindung mit den ungarischen Behörden und dem fassungslosen Vater. Es wird nun der Versuch unternommen, den Leichnam nach Österreich zu bekommen um eine Obduktion durchzuführen, nachdem die Ungarn die erforderlichen 2.000 Euro dafür nicht ausgeben wollten und statt dessen angekündigt hatten, eine Einäscherung vornehmen zu wollen. Es bleibt zu hoffen, dass damit die Umstände des Todes geklärt werden können und die Familie würdigen Abschied von ihrem verstorbenen Sohn nehmen kann.

Bei neuen Informationen, werden wir wieder berichten.

 

W. T.

 

 

(Bild: Bundesheer/Franz Hartl)