Der Verfasser dieser Zeilen war positiv überrascht. Bei einem Gespräch mit dem Büroleiter eines US-republikanischen Abgeordneten erklärte dieser, die USA haben kein Interesse an der Entstehung eines so genannten „Eurabia“. Die selbe Stoßrichtung verfolgen nunmehr Richard Grenell, US-Botschafter in Berlin, sowie Steve Bannon, ehemaliger Präsidentenberater und Online-Medienmacher.

Bannon kündigte an, eine Stiftung gründen zu wollen, welche neben logistischer Unterstützung auch „Know-How“ für rechtsnationale und -konservative Gruppen liefern soll, die bei der EU-Wahl 2019 antreten.

Einer der Hintergründe für diese Initiative, die den Namen „The Movement“ trägt, dürfte das Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU sein. Einerseits wurde offenbar, dass es möglich ist Brüssel die Stirn zu bieten, andererseits scheiden zwei große Parteien, um die sich Fraktionen gebildet haben, aus dem EU-Parlament aus – Tories sowie UKIP.

Angesichts dieser Lehren, dem Krisenjahr 2015 und der Uneinsichtigkeit von Bundeskanzlerin Merkel könnten die unterschiedlichen Rechtsparteien und -fraktionen tatsächlich zusammenfinden und als geeinter Block gegenüber EVP und SPE auftreten.

Lega, RN und AfD besitzen die Aussicht, diese Lücke zu füllen. Zudem besteht eine Chance, den Skeptizismus der europäischen Rechten gegenüber Amerika abzubauen. Schließlich schloss Huntington sein Werk über den Kampf der Kulturen mit der Mahnung, dass der Westen getrennt marschierend getrennt geschlagen wird.      

[Text: G.B.; Bild: Wikipedia.org/Elekes Andor; Lizenz: CC BY-SA 4.0]