Ausgerechnet in der Heilige-Jungfrau-Maria-Volksschule in der südenglischen Grafschaft East Sussex sollen die Schüler der Gender-Indoktrinierung ausgesetzt werden. Denn die Direktorin der Schule, Emma Maltby, plant einen „Transgender-Bewusstseins-Tag“ abzuhalten. Unter dem Begriff „Transgender“ versteht man ganz allgemein Personen, die nicht wissen (wollen), ob sie männlich oder weiblich sein. Die sogenannte Transgender-Frage wird aber auch von linken Kreisen dazu benutzt, um die biologisch determinierten Geschlechterrollen infrage zu stellen.

Maltbys Vorhaben stößt jedenfalls auf großen Widerstand der Eltern der Schüler, einige haben ihre Kinder aus der Schule genommen, damit sie nicht politisch korrekt indoktriniert werden. Eine Mutter, die anonym bleiben will, sagte der Zeitung „Daily Mail“: „Ich will nicht, dass meine Tochter all diesem Schwachsinn ausgesetzt ist.“ Kinder wollen „einfach nur auf dem Pausenhof herumlaufen und nicht gesagt bekommen, dass sie anders über Geschlechterangelegenheiten denken müssen“, fügte sie hinzu.

Die Volksschulleiterin sieht die Sache naturgemäß anders. Laut Maltby gehe es darum, über „die britischen Werte der Toleranz, des Respekts und des Feierns von Unterschieden“ zu diskutieren. Deshalb werde mit den Kindern auch „kurz die Geschlechteridentität diskutiert werden“. Denn angeblich gäbe es „ein sehr positives Echo auf die Veranstaltung und die Möglichkeit, mehr über dieses maßgebliche Thema zu erfahren“. Die Unterwerfung unter die Vorgaben der Political Correctness geht sogar soweit, dass im Jänner eine Schule in der Nähe der südenglischen Stadt Brighton ihre traditionellen Schuluniformen abgeschafft hat um, wie es heißt, „sowohl männlichen als auch weiblichen Transgender-Schülern einen Gefallen zu erweisen“.

 

[Text: B. T.; Bild: DALIBRI/wikimedia.org]