Die monatelange Kampagne gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump war letzten Endes erfolglos. Der 70-jährige Bauunternehmer wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Mit rund 300 Wahlmännerstimmen (erforderlich gewesen wären 270) liegt Trump uneinholbar vor der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Die frühere Außenministerin räumte ihre Niederlage ein und gratulierte Trump. Der versprach in seiner Siegesrede, ein Präsident für „alle Amerikaner“ zu sein.

Sahen Umfragen bis zuletzt die skandalumwitterte Demokratin Clinton in Führung, war es am Wahltag anders. Wie der Nachrichtensender CNN berichtet, ist es Clinton nicht gelungen, die Minderheiten zu mobilisieren. Von der besonders wichtigen Gruppe der Latinos stimmten 65 Prozent für sie und 29 Prozent für Trump. Bei der Präsidentenwahl vor vier Jahren machten noch 71 Prozent der Latinos ihr Kreuz bei Barack Obama und 27 Prozent bei dessen republikanischem Herausforderer Mitt Romney.

Wie die gleichzeitig mit der Präsidentenwahl stattgefundenen Kongresswahlen zeigen – es wurde das Abgeordnetenhaus und ein Drittel der Mitglieder des Senats neu gewählt – wollen die US-Amerikaner klare und stabile politische Verhältnisse. Denn in beiden Kammern des Parlaments konnten die Republikaner ihre Mehrheit bei leichten Verlusten halten. Zuvor hatten die Systemmedien ausführlich darüber spekuliert, dass wegen der angeblich von Trump ausgehenden negativen Stimmung die Demokraten mit Hillary Clinton nicht nur ins Weiße Haus einziehen, sondern die Mehrheit im Kongress oder zumindest im Senat holen könnten. Aber dieser Wunsch des Establishments ging nicht in Erfüllung, vielmehr wurde der 8. November 2016 zu einem Desaster für die Demokratische Partei.

 

[Text: B. T.; Bild: Gage Skidmore/wikimedia.org]