Der republikanische Bewerber um die amerikanische Präsidentschaft Donald Trump kämpft auf mehreren Fronten. Nicht die demokratische Kandidatin Hillary Clinton scheint seine größte Gegnerin zu sein, sondern die Mitbewerber aus den eigenen Reihen und deren Helfershelfer.

Trump als derzeitig aussichtsreichster Kandidat für die Nominierung durch die Republikaner hat seine Position mehr als eindeutig dargelegt.

Als Reaktion auf den Terroranschlag von San Bernadino will er keine Moslems mehr in die USA einreisen lassen, solange Gefahr für weitere Anschläge besteht. Natürlich ist dies eine Äußerung, die im Zuge des Wahlkampfes zu verstehen und bar jeder Chance auf Umsetzbarkeit ist. Man denke nur an die UNO-Sitzungen in New York.

Das weiß Trump selbst natürlich auch. Er folgt aber den Gesetzen der Kommunikation, die ihm Plakativität und Einfachheit der Botschaft vorschreiben.

Ihn deshalb aber gleich als „geistig verwirrt“ hinzustellen, wie dies sein Mitbewerber Jeb Bush tat, ist wohl genauso übertrieben.

Noch schlimmer trieb es aber die Universität von Aberdeen. Sie hatte dem einstigen Stolz Schottlands – Trumps Mutter kam von dort – 2010 die Ehrendoktorwürde verliehen. Nun hat sie ihm diese wieder entzogen, weil sie meinte, Trumps Forderung sei mit dem Ethos und den Werten ihrer Alma Mater nicht vereinbar.

Es ist schon bemerkenswert, wenn eine Universität, die sich, wie jede andere auf dieser Welt, der Freiheit der Lehre verschrieben hat, ihre Ehrendoktoren in Geiselhaft zu nehmen versucht, wenn es um die Freiheit der Meinung geht.

 

 

Text: W. T.
Bild: University Guide UK