Es erinnert an Reagans „Strategic Defence Initiative“: Amerikas Präsident Trump hat den Willen bekundet, die Weltraumtechnologie zukünftig zu dominieren. Und so wie der große Kommunikator Reagan, der wusste, dass Begriffe aus der Populärkultur beim Bürger verständlicher ankommen als militärische oder bürokratische Termini sowie Abkürzungen, wählte Trump die Bezeichnung „Space Force“ für das neue Projekt. Analog zu Reagans „Star Wars Programme“.

So soll zu den bereits bestehenden Teilstreitkräften Army, Navy, Marines, Coast Guard sowie Air Force die neu zu schaffende „Space Force“ hinzutreten. Bislang lag die Zuständigkeit für militärische Weltraumprogramme bei der Air Force.

Ein historischer Schritt, wenn man bedenkt, dass die Air Force erst nach dem Zweiten Weltkrieg von einer Heeresfliegerei zu einer Teilstreitkraft aufgewertet wurde. Manche Staaten, wie Österreich besitzen noch immer reine Heeresfliegertruppen.

Die militärische Nutzung des Weltraums erfolgt bereits mittels Spionagesatelliten, Navigationssatelliten für GPS sowie entsprechender Systeme zum Abschuss oder Hacken von Satelliten des Feindes. Kombiniert ist das neue Projekt mit dem Bestreben, die bemannte Mondfahrt wieder aufzunehmen mit dem endgültigen Ziel den Mars zu erreichen. Hierzu muss in einem ersten Schritt die Beseitigung von Weltraumschrott vorangetrieben werden, um den so genannten Weltraumverkehr reibungslos zu regeln.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia.org/Lorax; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported]