Die ehemaligen Ostblockstaaten, die jahrzehntelang unter dem Kommunismus leiden mussten, sind gegen gutmenschliche Umerziehung immun. Dass Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ein engagierter Kämpfer gegen die illegale Einwanderung ist, ist hinlänglich bekannt. Aber sein tschechischer Amtskollege Andrej Babis steht ihm um nichts nach und sprach gegenüber der „Bild“-Zeitung Klartext: Befragt zu den Personen, die unrechtmäßig von Afrika über das Mittelmeer nach Europa kommen und die politisch korrekt als „Bootsflüchtlinge“ bezeichnet werden, antwortete Babis: „Wenn Sie mich fragen: Das sind ökonomische Migranten - alles Illegale. Junge Leute, die nicht vor Krieg flüchten.“

Wie Orbán will auch der tschechische Regierungschef die Identität Europas schützen und bewahren: „Wir müssen auch die Zivilisation verteidigen, die unsere Vorfahren aufgebaut haben, unsere Kultur.“ Optimistisch zeigt sich Babis für die Europawahl im kommenden Jahr. Er rechnet damit mit, dass die patriotischen Kräfte zulegen werden und die Europawahl zeigen werde, „was die stille Mehrheit über die illegale Migration denkt“.

Im Übrigen ist Tschechien in der Asyl- und Migrationsfrage alles andere als „unsolidarisch“, wie die EU- und Multikulti-Fanatiker gerne behaupten. Richtig ist, dass Tschechien eine Zwangsverteilung von sogenannten Flüchtlingen ablehnt. Aber dafür verfolgt Prag einen anderen und vor allem sinnvolleren Ansatz: die Hilfe vor Ort. Babis fordert von der EU nicht nur, „den Leuten dort zu helfen, wo sie geboren sind“, sondern geht auch mit gutem Beispiel voran. Wie Babis sagte, hat Prag den betroffenen Ländern seit 2015 bereits 100 Millionen Euro an Hilfsgeldern bereitgestellt und Tschechien sei auch bereit, sich an einem Marshallplan für Afrika zu beteiligen.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/David Sedlecký; Lizenz: CC BY-SA 4.0]