FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sagte gestern bei einer Pressekonferenz, bei den Freiheitlichen gebe es Platz für moslemische Mitglieder und Kandidaten. Als Beispiel nannte er den parteifreien Stickereiunternehmer Hasan Sükün, der bei den Vorarlberger Gemeinderatswahlen in Lustenau auf einer freiheitlichen Liste antritt. „Es zeigt, dass wir nicht ausländerfeindlich sind, es zeigt auch, dass wir Menschen, die sich bei uns integriert haben, positiv sehen und positiv bewerten – dass wir für Integration sind“, sagte Strache. Dies sehe man an „Kandidaten und anderen Mitgliedern, die aus der Türkei kommen“.

In einem Interview in der Internetausgabe des „Standard“ bejahte Sükün die Frage, ob er ein gläubiger Mensch sei und sagte: „Mein Glaube ist der Islam“. Die FPÖ steht nun vor der schwierigen Gratwanderung, die Partei zu öffnen und gleichzeitig ihren Charakter als identitäre Partei zu bewahren.

 

B. T.

 

 

(Bild: Lizar/ZZ-Archiv)