Im ÖVP-regierten Niederösterreich scheint man Einwanderern aus islamischen Ländern mit besonderem Wohlwollen zu begegnen. Wie die Gratiszeitung „heute“ berichtet, werden im Landeskindergarten Wampersdorf im Bezirk Baden alle Kinder von einer „interkulturellen Mitarbeiterin“ beglückt. Bei der Dame handelt es sich um eine Türkin, die in ein Kopftuch gehüllt, mit den Kindern aller drei Kindergartengruppen türkische Lieder singt.

 „Diese Dame kam eigentlich wegen türkischen Zwillingen, die kein Wort Deutsch können. Dass sie aber auch in den anderen Gruppen ist und mit den Kindern türkische Lieder singt und zudem ein Kopftuch trägt, geht für mich absolut zu weit. An jenen Tagen, wo diese Frau da ist, gehen meine zwei Kinder nicht in den Hort“, sagt eine verärgerte Mutter. Interessant ist die Reaktion des für Kindergärten zuständigen Vertreters des Landes Niederösterreich: „Es ist als kultureller Brückenschlag zu verstehen, sonst nichts.“ Aber immerhin sei es „natürlich legitim“, Probleme anzusprechen.

Klare Worte findet hingegen Udo Landbauer, der Spitzenkandidat der niederösterreichischen Freiheitlichen für die Landtagswahl im kommenden Jahr: „Die Mikl-ÖVP verwandelt unsere Kindergärten in türkische Erziehungsanstalten, wo bereits unsere Kleinsten islamisiert werden.“ Für Landbauer ist daher die „ÖVP Niederösterreich am Gipfel der Anbiederung an den Islam angelangt. Die türkische Sprache und das islamische Kopftuch als Zeichen der Unterdrückung der Frau haben in unseren Kindergärten nichts verloren“, sagt Landbauer. Die Freiheitlichen fordern übrigens ein sofortiges Aus von interkulturellen Mitarbeitern und ein Verbot von Türkisch-Unterricht in den Kindergärten.

[Text: B. T.; Bild: Cpl. Thomas Bricker/wikimedia.org]