Ein Berliner Polizist soll einem Medienbericht zufolge türkische Oppositionelle in der Hauptstadt für den Geheimdienst ihres Herkunftslandes ausspioniert haben. Wie der Berliner „Tagesspiegel" am Donnerstag schreibt, haben deutsche Sicherheitsbehörden den Beamten höheren Ranges beobachtet. Offenbar sei es vor allem um die Meldeadressen der Exilanten gegangen.

Das Berliner Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft hatten dem „Tagesspiegel" zuvor Ermittlungen bestätigt. Innensenator Andreas Geisel (SPD) kenne die Vorwürfe, wolle sich aber aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht zu Details äußern, hieß es weiter in dem Bericht. Die türkische Botschaft äußerte sich dem Blatt zufolge nicht. Der Mann soll demnach einem Mitarbeiter der türkischen Botschaft Informationen übergeben haben, bei dem deutsche Sicherheitsleute davon ausgehen, dass es sich um einen Geheimdienstmann handelt.

[Text: A.S.; Bild: Wikipedia/Dickelbers; Lizenz: CC BY-SA 4.0]